Schule an der Heinickestraße, Essen

Medien im Unterricht

Mit welchen Medien arbeiten wir?

Ein Buch über Dinosaurier lesen, einen Film über die Stadt Essen ansehen, eine Suche im Internet durchführen - das sind Tätigkeiten, in denen Medien eingesetzt werden. Neben Buch, Film und Internet gibt es noch viele weitere Medien, die im Unterricht eingesetzt werden. Wie zum Beispiel gedruckte und elektronische Lern- und Übungsprogramme, das Fernsehen, das Radio, Nachschlagewerke und Zeitungen. Auch die Verwendung spezieller PC-Programme, zum Beispiel um selbstgeschriebene Texte einzugeben und zu drucken, zählt zum Medieneinsatz.

Medien dienen dazu Unterrichtsinhalte anschaulich und interessant zu vermitteln. Darüber hinaus soll der Schüler lernen sich mit Medien auseinanderzusetzen und sie sachgerecht zu nutzen. Das sehen auch die Lehrpläne für Grundschulen in NRW vor.

Oktober 2016: Drittklässler testen Tablet-Rechner

Im Rahmen eines Pilotprojektes des Schulmedienzentrums haben die Kinder der Klasse 3b das Lernen mit Tablet-Rechnern getestet. In insgesamt drei Unterrichtsreihen erstellten die Kinder im Deutsch- und Sachunterricht digitale Lerntagebücher zu den Themen "Ich-Buch", "Wortarten" und "Brücken bauen". Dabei setzten sie das Programm "Book Creator" ein, wobei sie Tonaufnahmen, Fotos, Filme und gemalte Bilder einfügen konnten. Größtenteils arbeiteten die Kinder in Partnerarbeit. Die Kinder waren hoch motiviert und können es gar nicht erwarten, wieder mit den Tablet-Rechnern zu arbeiten.

Im Vorfeld hatten sie diese Regeln zum sicheren und verantwortungsvollen Umgang mit den Rechnern erarbeitet:

  • Ich gehe vorsichtig und sorgfältig mit dem iPad um.
  • Ich nutze das Internet und die Kamera nur mit der Erlaubnis der Lehrerin.
  • Ich lösche keine Apps oder andere Daten.
  • Ich arbeite mit dem iPad sitzend am Tisch und laufe mit dem Gerät nicht in der Klasse herum.
  • Während ich mit dem iPad arbeite, esse und trinke ich nicht.
  • Wenn ich mit einem Partner oder in der Gruppe arbeite, bedienen wir das iPad im Wechsel.

Alle Essener Grundschulen erhalten 2017 neue Computer. Viele wechseln von normalen PCs auf Tablet-Rechner, wie auch die Heinickeschule. Die Krupp-Stiftung unterstützt diese Entwicklung zu neuen Medien und spendete zwei mobile Tablet-Einheiten mit W-Lan, die ab sofort zur Ausleihe den Essener Schulen bereitstehen.

Bei der offiziellen Übergabe der Tabletkoffer an das Schulmedienzentrum am Mittwoch, den 5.10.2016, präsentierten einige Schüler der Klasse 3b ihre Arbeit mit den Tablets dem Vorsitzenden der Krupp-Stiftung Thomas Kempf , dem Schuldezernent Peter Renzel, der Vorsitzenden des Medienzentrums Christel Thewes und Bürgermeister Rudolf Jelinek.

In der Heinickeschule werden die Computerecken in allen Klassenräumen Ende des Schulhalbjahres ausgebaut, und die Schule erhält im Gegenzug einen Koffer mit 14 Tablets. In diesem Koffer befindet sich ein W-Lan Hotspot. Jeder Lehrer kann sich dann nach Absprache mit den Kollegen den Koffer in den Klassenraum holen. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, sich vom Medienzentrum einen Koffer mit Tablets auszuleihen.

Leseförderung mit Antolin

Die Kinder der Klassen 2, 3 und 4 arbeiten intensiv und sehr gern in dafür vorgesehenen Lesestunden mit dem Antolin-Programm aus dem Internet (siehe hier).

In der Antolin-Datenbank befinden sich mehr als 20.000 Bücher und Quizfragen dazu, von Romanen über Sachbücher bis hin zu Nachschlagewerken.
Für den Zugang zum Antolin-Programm erhalten die Kinder von der Lehrerin ein Passwort, das es ihnen ermöglicht, in der Schule und auch zu Hause mit diesem Leseprogramm zu arbeiten.

Die Schüler wählen sich eigenständig Buchtitel aus, die sie bereits gelesen haben oder die sie lesen möchten. Nach dem Lesen beantworten sie am Computer im Klassenraum mit Hilfe des Programms Fragen zu dem jeweiligen Buch.

Richtige Antworten werden mit Pluspunkten gezählt, und Buch und Punktezahl werden auf dem Schülerkonto gespeichert. Mogeln ist nicht so gut möglich, da die Fragen ein intensives Lesen voraussetzen und man für falsche Antworten Minuspunkte erhält. Das heißt, die Kinder müssen ein Buch bewusst und genau lesen, sonst können sie die Fragen nicht beantworten. Ein ideales Training für genaues, Sinn entnehmendes Lesen.

Ziel dieser Lesesoftware ist es, die Kinder in kindgerechter Form nach ihrem eigenen Tempo und Geschmack gleichzeitig an die Bücher und das Internet heranzuführen und die Lesemotivation zu fördern.

Die Daten des Programms geben dem Lehrer Aufschluss über die individuelle Leserbiografie und machen eventuelle Defizite deutlich. Auf dieser Grundlage ist es dem Lehrer möglich, das Kind weiter individuell zu fördern.

Besuche der Stadtbibliothek

Fächerübergreifend wird das Lesen besonders im Sachunterricht gefördert. Die Lehrer aller Klassen leihen Bücher- und Medienkisten zu bestimmten Themen des Sachunterrichts aus der Stadtbibliothek aus.

So üben die Kinder, Informationen aus Büchern und CDs zu entnehmen, sie in Gruppenarbeit aufzuarbeiten und vorzutragen.

Schülerbücherei

Unsere Schule besitzt seit Januar 2007 eine eigene Schülerbücherei.

Jede Klasse hat festgesetzte Ausleihzeiten, zu denen die Kinder mit ihrem eigenen Schulbüchereiausweis Bücher ausleihen.

Dieses Angebot wird sehr gut angenommen, vor allem vor den Sommerferien.
Auf diese Weise haben auch die vielen Schüler, die nicht mit ihren Eltern oder allein die Stadtbibliothek aufsuchen können, die Möglichkeit, Bücher zu Hause zu lesen.

Lesen durch Hören

Die Heinickeschule arbeitet seit 2011 in dem Projekt "Schulen im Team" mit. Zu diesem Netzwerk gehören zwei Grundschulen, ein Gymnasium und eine Gesamtschule der Innenstadt. Das Team-Mitte arbeitet an der Optimierung des Übergangs von der Grundschule zur weiterführenden Schule.
Schwerpunkt der gemeinsamen Arbeit ist die Erhöhung der Lesegeschwindigkeit. Dafür wurden für die Grundschüler Lektüren und passende Hörbücher sowie MP3-Player und Kopfhörer angeschafft. Die Kinder können ein Buch zum Hörbuch mitlesen und ihre individuelle Lesegeschwindigkeit erhöhen. Die gleiche Methode wird in Klasse 5 an den beteiligten weiterführenden Schulen fortgesetzt.

Autorenlesungen

Wir nutzen jede Gelegenheit, um die Lesemotivation der Kinder zu fördern.

So werden Kinderbuchautoren in unsere Schule eingeladen, oder wir besuchen nachmittags mit den Kindern Autorenlesungen in der katholischen Pfarrbücherei St. Engelbert oder in der Stadtbibliothek.
Diese direkte Kontaktaufnahme mit einem Autor fördert die Lesemotivation enorm. Dasselbe gilt für Vorleseaktionen, wie dem Märchenzelt, auf unseren Schulfesten.

Zeus = Zeitung und Schule

Unsere vierten Klassen betätigen sich schon seit mehreren Jahren mit Begeisterung als "Reporter" beim "ZeusKidsprojekt" der WAZ.

Sie lesen im Unterricht mit der Deutschlehrerin zusammen die Tageszeitung, lernen die Struktur einer Zeitung kennen, setzen sich kritisch mit Artikeln auseinander und schreiben eigene Artikel.

Elektronische Medien

Jeder Klassenraum unserer Schule ist mit einem Internetzugang ausgestattet. Der Schulträger hat für jede Klasse eine Medienecke mit zwei Rechnern und einem Drucker angeschafft.

PC-Lernprogramme

Sehr gern nutzen die Kinder während der Freiarbeit oder in anderen Arbeitsphasen die PCs, um Texte zu schreiben oder auf spielerische Weise mit Hilfe von Mathematik- und Deutschprogrammen ihr Wissen zu vertiefen und Fertigkeiten zu trainieren.

Das Rechenprogramm Blitzrechnen ist sehr beliebt. Hier können die Kinder für richtiges und schnelles Rechnen Punkte sammeln und eine Urkunde erhalten.

Die Programme Lernwerkstatt und Budenberg bieten viele verschiedene Übungsformen zu den Bereichen Mathematik, Deutsch, Fremdsprachen, Wissen, Sachunterricht, Logik und Wahrnehmung für alle Grundschulklassen an.

Alfried-Krupp-Schulmedienzentrum

Wir nutzen intensiv das Angebot des Schulmedienzentrums, das in unserem Schulgebäude untergebracht ist.

Für den Medieneinsatz im Unterricht leihen die Lehrerinnen Videos, DVDs, CD-Roms, Diaserien und bei Bedarf auch Geräte wie z.B. einen Beamer aus. Regelmäßig nehmen sie an den Fortbildungsveranstaltungen des Schulmedienzentrums teil, um die neuen Medien sinnvoll in den Unterricht einbeziehen können.

Im Nachmittagsbereich nutzt der Computerkurs unseres Ganztags den PC-Schulungsraum, der mit einem Lehrer- und 10 Schülerarbeitsplätzen ausgestattet ist.

Das Medien-Magazin "NRW: NEUES LERNEN" stellt die Medienarbeit an unserer Schule vor:

Mit Computer und Rucksack zum Schulerfolg

In einer Seitenstraße mitten in der Essener City liegt die Heinickeschule. In der städtischen Gemeinschaftsgrundschule ist auch am Nachmittag viel los. Denn die Schule bietet eine Ganztagsbetreuung bis zum späten Nachmittag an. Da bleibt genug Zeit für spannende Arbeitsgemeinschaften, Projekte und für die NETD@YS NRW. Die Schule tritt in diesem Jahr erstmals mit ihrer Homepage im Wettbewerb an.

Die Heinicke-Homepage 2000: mühsame Bastelei

In der Computer-AG surfen die Kinder die tollsten Seiten im Internet an und lernen, wie sie sich im Internet sicher bewegen können. Neue Medien und Computer spielen an der Heinickeschule eine große Rolle, nicht nur am Nachmittag. Angefangen hat es mit der Schulhomepage, die Marlies Wilkes vor sechs Jahren in mühevoller Kleinarbeit bastelte. Aber trotz der vielen Arbeitsstunden, die sie von Anfang an in das 1-Frau-Projekt steckte, war sie von den neuen Möglichkeiten des Internets überzeugt. Seither hat sich viel getan. Die Homepage ist viele Male erneuert, erweitert und verschönert worden. Marlies Wilkes kennt sich mittlerweile in Sachen Webdesign aus. Fotos auf die Homepage stellen, Projekte dokumentieren und elektronische Newsletter an die Eltern verschicken – kein Problem. „Da hat sich über sechs Jahre viel getan“, sagt sie.

Neue Medien von Anfang an

Mittlerweile stehen in allen Klassenräumen moderne Computer. Der PC wird ganz selbstverständlich in den Unterricht einbezogen. Malik und Erik gehen beide in die 2. Klasse und kennen sich mit dem Computer schon gut aus. „Ich finde das Rechenprogramm toll“, sagt Erik, und Malik stimmt zu: „Das macht richtig Spaß.“ Die beiden Siebenjährigen lösen am liebsten die kniffeligen Matheaufgaben, die der Computer ihnen aufgibt. Derjenige, der am schnellsten die meisten richtigen Lösungen gefunden hat, wird Rechenchampion.Sally und Ezgi sitzen neben den beiden Jungen und suchen sich fix ihren Weg zur Schulhomepage. Die Fotos von der letzten Projektwoche sind natürlich längst online und ein absoluter Renner unter den Schülerinnen und Schülern. Sally sucht sich selbst auf einem der Bilder. „Dass ich mir die Fotos am Computer anschauen kann, finde ich schön“, sagt die Zweitklässlerin. Ezgi liest gerne. Klar, dass sie sich oft mit Antolin, dem Computer-Lesequiz, beschäftigt. Konzentriert schauen die Grundschüler auf die Bildschirme.

Sport und Computerspiel

Aber Computerkinder, die nur vor der Flimmerkiste sitzen, sind sie nicht. „An unserer Schule sind beide Bereiche wichtig: Neue Medien und viel Bewegung. Beides lässt sich gut vereinbaren“, sagt Marlies Wilkes. Die Bewegungs-projektwoche, die die Kinder zusammen mit ihren Lehrerinnen und Eltern veranstalten, hat einen festen Platz auf der Homepage. Die Erlebnisse, die die Kinder bei so spannenden Sportarten wie Segeln, Bouldern oder Skaten haben, können hinterher online bestaunt werden. Nicht nur die Kinder haben Spaß an der Schulhomepage. Auch die Eltern wissen die virtuelle Anlaufstelle der Schule zu schätzen. Neben Stundenplänen, wichtigen Terminen und Telefonnummern können sie einen Newsletter abonnieren, der zweimal im Jahr per E-Mail über das Schulleben informiert. „Wir wollen engen Kontakt zu den Eltern halten. An unserer Schule ist das sehr wichtig“, sagt Marlies Wilkes.

Deutschprobleme: gut gelöst

Viele Schülerinnen und Schüler, die die Heinicke-Schule besuchen, haben einen Migrationshintergrund und beherrschen manchmal die deutsche Sprache noch nicht so gut wie ihre deutschen Mitschüler. Damit Sprachprobleme schnell gelöst werden, lernen diese Kinder in einer Fördergruppe Deutsch. Lesespiele am PC sind dabei auch sehr nützlich. Ganz wichtig für den Erfolg der Kinder ist aber die Mitarbeit ihrer Eltern. „Bei uns an der Schule gibt es das so genannte Rucksackprojekt. Mütter mit Migrationshintergrund lernen gemeinsam mit ihren Kindern Deutsch“, erklärt Marlies Wilkes, „die teilnehmenden Mütter sind begeistert und aus dem Schulalltag nicht mehr wegzudenken. Bei Projekten sind sie immer dabei.“

Die Redakteurin, Frau Flocke, erlaubte uns, diesen Artikel auf unserer Homepage zu verwenden.